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Regionale Spezialitäten

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Fehmarner Esskultur - Vielfalt und Eigenständigkeit

Abwechslung ist garantiert, wenn man Fehmarn kulinarisch entdecken möchte. Das Angebot reicht von deftiger regionaler Küche, dem urigen Fischbrötchen für Eilige und einem stilvollen 3-Gänge-Menü bis hin zu italienischen, griechischen oder asiatischen Spezialitäten. Trotz dieses multikulturellen Speisezettels ist es den Insulanern nicht schwer gefallen, sich ihre ganz eigene Esskultur zu erhalten. So wird man auf der Insel keine geschnittenen Kuchen gereicht bekommen, sondern der Kuchen wird im Ganzen weitergereicht und jeder schneidet sich ein Stück davon ab. Ähnlich wird es auch bei Hauptgerichten zu festlichen Anlässen gehandhabt. Das Fleisch oder die Beilagen werden hierbei zweimal herum gereicht, so wird garantiert jeder satt und erhält eine Portion ganz nach seinem Geschmack. Werden auf Fehmarn Hochzeiten gefeiert, darf der Kranzkuchen nicht fehlen. Die frisch Verheirateten brechen den Kuchen in kleine Stücke, diese bekommen die Hochzeitsgäste als Nachspeise serviert.

Kröpel - süße Belohnung für eine reiche Ernte

Steht der Weizen goldgelb auf den Feldern, dann werden auf Fehmarn die Backzutaten hervorgeholt, denn es ist Zeit, Kröpel zu backen. Die kleinen in Fett ausgebackenen Hefekugeln versüßten den Insulanern einst die Erntezeit. Heute haben Urlauber in den Cafés der Insel das ganze Jahr über Gelegenheit, die kulinarische Spezialität zu verkosten. Viele Höfe halten an der Tradition fest und backen Kröpel ausschließlich zur Erntezeit. Neben Weizen besteht das Gebäck aus Grieß, Eiern, Butter, Milch, Zucker, Hefe und Zitrone. Beim alljährlichen Kröpelfest, im August in Petersdorf, steigt Besuchern der Duft von mehr als 1.000 Kröpeln in die Nase.

© Sebastian Fischer / Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0]

Grote Hans - süß oder herzhaft genießen

Der Große Hans hat seine Wurzeln an der Westküste Dithmarschens und in Nordfriesland. Das Gericht wird niederdeutsch als Groter Hans oder auch als Mehlbüddel bezeichnet. Ursprünglich wurde für das Armeleute-Essen altbackenes Weizenbrot benutzt. Heute bildet ein Mehl/Hefeteig die Basis oder man bereitet einen Grundteig aus Milch, Grieß und Eiern. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. In vielen Familien haben sich ganz eigene Rezepturen erhalten. So werden dem Teig oftmals auch Rosinen oder Zwieback zugefügt. Der Grote Hans wird in einem Leinenbeutel gekocht oder kann auch in einer Puddingform im Wasserbad stocken. Auf den Tisch kommt der Grote Hans als deftiges Hauptgericht mit Schweinebacke oder Kasseler. Ebenso beliebt ist die süße Variante mit Kompott oder heißen Früchten. Die Reste des Großen Hans schmecken in Butter gebraten.