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Fehmarn bietet durch seine Insellage in der Ostsee ideale Bedingungen für Ausflüge auf dem Wasser. Die meisten Touren starten im Süden im Kommunalhafen Burgstaaken oder im Norden am Fährhafen Puttgarden. Sie haben die Wahl zwischen informativen Rundfahrten zur Fehmarnsundbrücke, einem Tagesausflug nach Dänemark oder naturkundlichen Fahrten mit dem Fischkutter. Die folgenden Abschnitte helfen Ihnen bei der Planung und zeigen, wo genau auf der Insel die Schiffe ablegen.
Der Kommunalhafen Burgstaaken liegt etwa zwei Kilometer südlich der Inselhauptstadt Burg am Binnensee. Er ist der zentrale Ausgangspunkt für die touristische Schifffahrt auf Fehmarn. Hier starten die meisten Angelkutter und Ausflugsschiffe. Sie finden direkt am Hafen große Parkflächen, die allerdings in der Saison schnell belegt sind. Planen Sie daher bei gutem Wetter etwas Zeit für die Parkplatzsuche ein. Der Hafen beherbergt zudem das U-Boot-Museum und das Seenotrettungsboot der DGzRS. Tickets für alle Fahrten kaufen Sie direkt an den Stegen oder in den kleinen Häuschen an der Kaimauer.
Vom Fährhafen Puttgarden im Norden Fehmarns legen die Hybridfähren der Reederei Scandlines nach Rødby ab. Diese Verbindung ist Teil der Vogelfluglinie. Fußgänger nutzen die 45-minütige Überfahrt oft für einen Besuch im schwimmenden Einkaufszentrum Bordershop in Puttgarden oder für einen Kurztrip. Die Fähren pendeln rund um die Uhr alle 30 Minuten. Sie erreichen den Hafen Puttgarden direkt über die Bundesstraße 207 oder mit dem Bus und der Bahn. Denken Sie an Ihren Ausweis, da Dänemark stichprobenartig an der Grenze kontrolliert.
Die MS Seelöwe gehört zum festen Bild im Hafen von Burgstaaken. Das Schiff bietet täglich Rundfahrten an, die speziell auf Familien und Tagesgäste zugeschnitten sind. Die Route führt meist aus dem Burger Binnensee hinaus auf die offene Ostsee in Richtung Fehmarnsund. Der Kapitän liefert über Lautsprecher Fakten zur Tiefe der Fahrrinne, zur Geschichte des Hafens und zur Geografie der Insel. Bei gutem Wetter öffnet die Crew das Oberdeck für eine freie Sicht auf die Küstenlinie von Fehmarn.
Ein Ziel dieser Rundfahrten ist oft die Fehmarnsundbrücke im Süden der Insel. Vom Wasser aus wirken die Dimensionen des 1963 erbauten "Kleiderbügels" besonders eindrucksvoll. Das Schiff fährt bei ruhiger See direkt unter der Brücke hindurch. Sie sehen dabei die Konstruktion von unten und blicken weit auf die Bucht zwischen Großenbrode und Fehmarn. Auf dem Rückweg nach Burgstaaken passieren Sie oft den Graswarder bei Heiligenhafen oder die Steilküste bei Wulfen. Diese Perspektive bleibt Landratten sonst verborgen.
Kleinere Fischkutter bieten ab Burgstaaken spezielle Schaufang-Fahrten an. Diese Touren konzentrieren sich auf die Meeresbiologie rund um Fehmarn. Das Schiff schleppt ein Netz über den Grund des Fehmarnsunds. Den Fang holt die Besatzung an Deck und sortiert ihn in wassergefüllte Becken. Sie sehen typische Bewohner der fehmarnschen Küstengewässer wie Strandkrabben, Dorsche, Plattfische oder Seesterne aus nächster Nähe. Kinder lernen hier viel über das Ökosystem der Ostsee. Nach der Erklärung wandern alle Tiere lebend zurück ins Meer.
Fehmarn gilt unter Sportfischern als eines der besten Reviere Deutschlands. Die Angelkutterflotte in Burgstaaken fährt täglich raus zu den Fischgründen im Fehmarnbelt oder Langelandbelt. Zielfische sind vor allem Dorsch und verschiedene Plattfischarten. Die Kutter bieten viel Platz für Ausrüstung und verfügen meist über eine kleine Kombüse für Frühstück und Mittagessen. Sie benötigen für diese Ausflüge einen gültigen Fischereischein. Urlauber ohne Prüfung erhalten im Hafenbüro Burgstaaken oder im Rathaus in Burg einen zeitlich begrenzten Urlauberfischereischein.